In den letzten 10 Jahren sind ca. 80 Kilometer Netzausbau durchgeführt worden. Nun soll alles besser werden, zumindest sagen das unsere Politiker.

Würde man die Anzahl der Kilowattstunden, die heute von allen AKW's produziert werden, nur mit Photovoltaik ausgleichen, dann würde man weniger als 1 % der Gesamtflächen der Ackerflächen benötigen.
Eine Diskussion, man würde den Landwirten die Flächen wegnehmen, ist somit hinfällig.

Weiter bieten sich Flächen für PV-Anlagen innerhalb der Bereiche der Hochspannungs-leitungen an. Diese Flächen sind eh verschandelt und hätten dann doppelten Nutzen. Auch hätte man kurze Wege für eine Einspeisung.

Es wird auch immer wieder gesagt, dass der erzeugte Strom von Offshore-Anlagen vom Norden in den Süden transportiert werden muss. Baden-Württemberg produziert gerade einmal 0,8 % Windstrom. Laut Auskunft des Windkraftherstellers ENERCON wurden im Jahr 2010 gerade einmal 8 Anlagen in Baden-Württemberg aufgebaut. Im kleineren Nachbarland Rheinland-Pfalz wurden insgesamt 65 neue Windkraftanlagen im gleichen Zeitraum aufgebaut.

Der Geschäftsführer von ENERCON, Hans-Dieter Kettwig, sagte in einem Vortrag auf der letzten Hannovermesse deutlich: "Statt auf der Nordsee konzentrierte Megawindparks mit sehr großem Budget zu realisieren, sollte man lieber die Erschließung von Binnenstand-orten mit einer dezentralen Energieversorgung und intelligenten Vernetzung aller Strom-erzeuger realisieren. Dabei ließen sich auch die bestehenden Übertragungsnetze nutzen, ohne das viele neue Hochspannungsmasten quer durchs Land zu den Stromverbrauchern gebaut werden müssten, was extrem teuer und in der Bevölkerung sehr umstritten ist".

Auch die Landwirte sind daran interessiert, ihre Flächen für Windkraftanlagen anzubieten:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Buergerwindparks-in-baeuerlicher-Hand-429411.html

Der Strom muss dort erzeugt werden, wo er auch benötigt wird.

Nun muss man sich die Frage stellen, wer steckt dahinter, dass diese Dinge nicht umgesetzt werden?
Kann es sein, dass die Stromkonzerne weiter das Sagen haben wollen? Immerhin produzieren und vertreiben sie 80 % des Stroms in Deutschland.
Es wäre doch eine unglaublich (phantastische) Vorstellung, wenn diverse unterschiedliche private Stromlieferanten einen Großteil des Stroms in Deutschland liefern würden. Hier ein Beispiel:
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&article:oid=a19751&utm_source=Sonnenseite.com&utm_medium=Twitter&utm_term=Sonnenseite,+Franz+Alt

Die Bundesregierung forciert den Ausbau der Offshore-Anlagen mit entsprechender Ver-gütung. Solch einen Ausbau können lediglich die großen Stromkonzerne, auf Kosten der Bürger, realisieren. 10 Jahre sind dafür Zeit.

Wo würden wir hinkommen, wenn die Bürger ihren „Treibstoff“ (Herstellung von Strom aus regenerativer Energie) selber herstellen würden? Es sind einfach zu viele Steuern, die dem Staat verloren gehen würden. Es gibt für die Stromkonzerne und dem Staat nur eine Chance. Es müssen riesige Stromerzeugungsparks realisiert werden, so dass dann alles wieder in die "richtigen Bahnen" läuft.