Es trifft – bis auf Irland – auf alle Staaten zu, die sich unter diesem leider abwertend konnotierten Akronym verbergen: Alle haben ideale Vorraussetzungen für den effektiven Ertrag aus der Photovoltaik, Solarthermie und Windkraft. Statt Euro-Rettungsschirm und „Sparen bis zum geht nicht mehr“ steht ein Programm-„Erneuerbare Energie für Jederman“ an. Und das ist dann nicht nur eine kurzfristige Finanzspritze, die gerade mal die Druckerei für’s Geldpressen bezahlen kann. Die so verantwortungsvollen und superfleissigen Nicht-PIIGS bekommen die Projekt-Anleitung zum Programm frei Haus geliefert: z.B. „Griechenland bald ohne Gas und Strom?“ oder “ Spanien will vor Kanaren nach Öl bohren„. In Spanien werden satte 2% des Energiebedarfs aus Solarenergie gedeckt (Quelle: Reuters „Spanish electricity demand rises 2.9 pct in 2010„) – und Madrid läßt konsequenterweise vor Naturschutzgebieten und Urlaubsparadiesen nach Öl bohren. Diese Entscheidung kann eigentlich nur Nachts bei Kerzenlicht im Keller getroffen worden sein, oder? Die Arbeitsplätze bei Repsol scheinen jedenfalls gesichert. Das wird die 50% arbeitslosen spanischen Jugendlichen beruhigen. Die arbeitslosen Jugendlichen in Griechenland haben ein grösseres Problem … hier sind noch nicht mal die Arbeitsplätze bei der DEPA sicher. Und wenn die DEPA der italienischen Eni, der türkischen Botas und Gazprom aus Russland die Rechnungen nicht bezahlen kann, werden nicht nur die (wahrscheinlich ausbleibenden) Sommerurlauber auf einiges verzichten müssen.

Europa-Hilfe zum Aufbau einer dezentralen Energieversorgung

Die Europa-Hilfe zum Aufbau einer dezentralen Energieversorgung und -Speicherung in kleinen, lokalen Einheiten sind ein echtes Konjunkturprogramm mit nachhaltiger Wertschöpfung. Infrastrukturprobleme beim Stromnetz fallen nicht an, lokale Anbieter bekommen Aufträge und vor Ort werden Arbeitsplätze geschaffen. Großprojekte wie Desertec haben wohl ihre Berechtigung, allein die Wertschöpfung bleibt beim Großkonzern. Vielleicht kann Herr EU-Kommissar Öttinger auch das EU-Projekt mit dem intelligenten Stromzähler etwas zurückstellen und erstmal intelligent Strom produzieren bevor der gezählt wird. Also bei der nächsten EURO-Krisensitzung mal über Alternativen nachdenken und echte Solidarität mit einer lokalen und dezentralen Anpassung bereits erfolgter EU-Beschlüsse paaren: Sonnenschirm statt Rettungsschirm! Das macht sich auch gut in der Bilanz der „Europe 2020 initiative – Energy 2020„. Einfach mal bei der Europäischen Energiekommission durchklingeln, die freuen sich – Telefon: +32 (0)2 298 20 25 (da geht Günther Öttinger ran).