Nach nunmehr etwas mehr als drei Monaten möchten wir ein Resümee ziehen –
Das, unserer Meinung nach, wirklich unseriöse und unlautere Geschäftsgebaren der E.On edis hat nach unserer Auffassung System.

Zuschriften von Kunden und anderen Betroffenen haben uns zu der Überzeugung kommen lassen, dass es sich bei uns allen, den Betroffenen, eben nicht nur um Einzelfälle handelt – vielmehr lässt das Vorgehen der E.On edis durchaus als systematisch bezeichnen. Namentlich geht es um diverse Fälle, in denen der Energieversorger im Rahmen des EEG seinen Verpflichtungen zur regelmäßigen Zahlung der Einspeisevergütung nicht nachgekommen ist und ganz offenbar weiterhin nicht nachkommt.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde bekannt, dass in Bayern diverse Klagen gegen den Konzern eingereicht worden sind, nachdem ausbleibende Zahlungen bei einer Mehrzahl von Landwirten bereits zu existenzgefährdenden Zuständen geführt hatten, siehe auch http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-bauern-klagen-gegen-stromkonzern-1.1358150

Die Klagen bayerischer Bauern wurden in einigen wenigen Medien zwar aufgegriffen, über einen etwaigen Ausgang wurde allerdings nicht mehr berichtet.

Ein ganz aktueller, uns zugetragener Fall (hier im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf der Suche nach „Leidensgenossen“ bin ich auf ihre Seite gestossen. Seit 21.12.11 ist meine Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur gemeldet (Inbetriebnahme 14.12.11) . Alle Unterlagen wurden umgehend an den örtlichen Energieversorger Eon Edis weitergeleitet. Ich habe von Eon Edis eine Registrierungsnummer und eine Vertragskontonummer bekommen, aber bis zum heutigen Tage habe ich keine Abrechnung der Einspeisevergütung erhalten. Nun schreibt mir Eon Edis mit Datum vom 20.08.12, dass die Abrechnung meiner Erzeugungsanlage noch weitere Zeit beansprucht. Ich habe nun mit einem Rechtsanwalt Kontakt aufgenommen. Dieser empfahl mir zunächst per Einschreiben mit Rückschein eine 14-tägige Frist zur Auszahlung der Einspeisevergütung an Eon Edis zu setzen. Läuft diese Frist ab, werden weitere rechtliche Schritte eingeleitet. Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit Eon Edis mit dem Strom der Erzeuger arbeitet, diesen aber nicht vergütet!
Mit freundlichen Grüssen
)

beweist dennoch, dass sich an diesem Vorgehen bis heute nichts geändert hat.

Die politische Dimension

Unserer Meinung nach ist das Vorgehen einzelner Entscheider in der Politik mehr als durchsichtig – es wird Klientelpolitik betrieben, als gäbe es kein Morgen. Die Verteuerung des Stroms, ausgetragen auf dem Rücken der einfachen Verbraucher, wird – bei gleichzeitig satten Gewinnen der Energieriesen, mal eben der "bösen Energiewende" in die Schuhe geschoben. Und leider sitzen viele, ansonsten durchaus kritische Medien, dieser absurden Behauptung auf.

Aufgrund des offensichtlich sehr großen Einflusses der Energieversorger auf Politik und die mediale Berichterstattung, wähnen sich die Konzerne in Sicherheit, sodass leider nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich an dieser Praxis etwas ändert.
Auch wir sahen uns letztlich gezwungen, die Sache in die Hände unseres Rechtsanwaltes zu geben. Zwar haben im Juni 2012 die ausstehenden Abschlagszahlungen erhalten, unsere Zweifel am Vorgehen der "4 Großen" bestehen jedoch weiter fort.

Wir sehen die Chancen für eine, aus Sicht der Verbraucher, positive Entwicklung in der Stromspeicherung. Ganz aktuell ist auf diesem Gebiet eine erfreuliche Dynamik zu beobachten. Zurzeit analysieren wir, welche Speicherlösungen, auf Grundlage verschiedener Anforderungen, zweckentsprechend und somit für unsere Kunden empfehlenswert erscheinen.

Strom selbst produzieren, Strom selbst Verbrauchen…